Informationen über die Kaninchenzucht

Es wimmelt von weissen Hasen jeder Grösse im ehemaligen Kuhstall und in der um einen Stock höher liegenden Scheune. Die niedlichen Tiere leben in Gruppen, verteilt auf 25 Buchten von gut 12m2.

 

Die einzelnen Abteile sind so eingerichtet, dass ihre jeweils 8 Bewohnerinnen alles vorfinden, was für sie natürlicherweise zum Leben gehört. Sie können auf höhere Etagen springen, an Holzlatten oder Baumrinden nagen, im Stroh scharren, sich durch Engpässe zwängen und unter Kisten verstecken. Ein Nest bauen, einander nachrennen oder ganz einfach ausruhen, ganz nah beieinander oder abseits allein für sich. Sie finden rund um die Uhr ihr Kraftfutter oder können am Wassernippel saugen. Stefan Senns Betrieb arbeitet nach den Bundesrichtlinien für BTS, dieses Label spricht  für Besonders Tierfreundliche Stallhaltung.

Vermehrung nach Plan und mit Augenmass 

Regelmässig wird nun in eine Bucht mit etwa acht Zibben (Weibchen) ein Rammler gelassen.  Weil nicht alle Zibben gleichzeitig aufnahmebereit sind, bleibt der Rammler zehn Tage bei den Weibchen in der Bucht, bevor er  wieder Pause in seiner grosszügigen Zweizimmerwohnung erhält. Ca. 1 Monat später werden die Jungen in ein hölenähnliches Wurfnest auf Stroh abgelegt. Damit es warm und weich gepolstert ist, reissen sich die Mütter büschelweise Haare aus dem Fell. Junge Kaninchen sind Nesthöcker, sie werden nackt und blind zur Welt gebracht und gleichen in dieser Beziehung Mäusen, während die jungen Feldhasen behaart und mit offenen Augen geboren werden und zu den Nestflüchtern zählen. Wenn die pelzigen Langohren ca. 14 Tage alt sind, finden sie Zugang zum sogenannten "Kleinen Kindergarten". In der elterlichen Bucht ist nebst den Wurfnestern für „Babys“ ein „Kinder-Spielplatz“ mit Unterschlupf integriert. Sobald sich die Kleinen von den Grossen bedrängt fühlen, verkriechen sie sich durch ein kleines Loch in den geschützten Unterschlupf, wo sie mit Futter und Wasser versorgt sind.

Auf diese Weise werden die Jungen von der Muttermilch entwöhnt und lernen festes Futter und Wasser kennen. Eine Woche später folgt der Wechsel in den "Grossen Kindergarten" abseits der mütterlichen Bucht, mit zusätzlichen Kollegen/innen und erweitertem Spielangebot. Nach einem Monat werden die Tiere zu einem Mastbetrieb mit gleichen Haltungskriterien gebracht, wo sie weiter miteinander spielen, wachsen und gedeihen können. Im Alter von gut 3 Monaten, kurz bevor sich die Geschlechtsreife und damit auch aggressives Verhalten unter den männlichen Tieren entwickelt, werden sie in die Metzgerei gebracht. 

Diese Art der kontrollierten Aufzucht entspricht den natürlichen Bedürnissen und bietet den Kaninchen ein zwar kurzes aber stressfreies, geborgenes und verspieltes Leben. Auf diese Weise produziertes Schweizer Kaninchenfleisch ist besonders gesund, da es viel Eiweiss (gesundes Muskelgewebe) und wenig Fett (mit Bewegung aufgewachsen) hat. Es ist gesund (mit gutem Futter aufgezogen), zart (junges Fleisch) und schmackhaft (zufriedenes, angstfreies Leben). Aufzucht sowie Schlachtung und Verarbeitung sprechen für Respekt gegenüber dem Tier und gegenüber dem Konsumenten.

Schweizer-Kaninchenfleisch ist bei Coop und Migros erhältlich oder auch auf Anfrage direkt bei Stefan Senn oder bei Kani-Swiss GmbH erhältlich. Während Coop und Migros infolge hoher Verarbeitungskosten leider nur ganze, halbe und viertel Kanichen verkaufen, kann man bei Kaniswiss auch Kaninchenhackfleisch, Geschnetzeltes, Bratwürste, Hamburger, Plätzli, Rollbraten, Filets, Bugs-Bunny-Lutscher und andere feine Spezialitäten beziehen. 

Im Downloadbereich finden Sie eine Bestellliste.

Gerne organisieren wir Ihnen Ihr gewünschtes Fleisch und wünschen Ihnen „en Guete“. Bestellung bei Stefan Senn per Mail oder 079 217 99 78 oder direkt bei Kani-Swiss